Sehens- und Erlebenswertes rund um die Allgäuer Hörnerdörfer

Die Sturmannshöhle bei Obermaiselstein: die einzige begehbare Naturhöhle im Oberallgäu mit bis zu 120 Millionen Jahren alten Gesteinsformationen. Die Höhle ist täglich geöffnet. Die Führungen inklusive reichlich Sagen und Anekdoten dauern ca. eine halbe Stunde und finden von Mai bis Anfang November und dann wieder vom 26. Dezember bis zum Sonntag nach Ostern statt. Die Höhle hat sommers wie winters eine Temperatur von 4 Grad Celsius. Zu erreichen ist die Höhle über den Sagenweg mit seinen fünf verschiedenen Stationen rund um die Obermaiselsteiner Sagenwelt.

Die Obermühle in Fischen ist eine der ältesten Sägemühlen im Allgäu. Man geht davon aus, dass diese bereits im 17. Jahrhundert betrieben wurde. In den Jahren 1984/85 wurde die Mühle saniert. Seit Mai 1985 ist auch die Säge selbst wieder funktionstüchtig. Von Frühling bis Herbst kann die Obermühle jeweils freitags um 17:00 Uhr besichtigt werden. Eintritt wird nicht erhoben.

Das Fischinger Heimathaus mit Skimuseum ist im historischen Gschwenderhaus untergebracht. Das typische Bauernhaus wurde vermutlich im 17. Jahrhundert gebaut, und noch bis 1965 wurde dort Landwirtschaft betrieben. Heute gibt das Museum interessante Einblicke in frühere Lebensweisen, außerdem beherbergt das Haus ein Skimuseum. Zu sehen sind unter anderem Sprungskier von 1925 bis 1999, eine Schlittschuhsammlung, die bis auf das Jahr 1860 zurückgeht sowie so genannte Trittlinge, die Vorläufer der Schneeschuhe und Skier. Geöffnet von Frühling bis Herbst, Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag, 16:00 bis 18:00 Uhr.

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Ganz dem Thema „Kräuter“ hat sich Ofterschwang verschrieben. Interessierten steht ein großer Kräutergarten zur Verfügung, in dem sie zum Beispiel Zitronenmelisse probieren oder am Lavendelblatt schnuppern können. Bei geführten Rundgängen informieren sogenannte „Kräuterfrauen“ über die Heil-, Schutz- und Nutzkräfte der Pflanzen. Daneben gibt es in Ofterschwang nun auch spezialisierte Gastgeber und Wirte, die das Thema stimmig umsetzen und in ihren Häuser bei den Produkten selbstangebaute Bio-Kräuter verwenden – von Bandnudeln mit handgemachtem Bärlauchpesto bis zur selbstgerührten Hautcreme.

Ein Erlebnis ist auch der Besuch auf einer Sennalpe. Hier erfährt man, warum der Käse vom Berg so ganz anders schmeckt, als der aus dem Tal. Wie viele Käsebrote aus einer Tonne Käse entstehen und wie die verschiedenen Sorten gemacht werden. Kräftig gekostet werden darf selbstverständlich auch. Die Sennalpen sind in der Regel von Juni bis Oktober bewirtschaftet. Weitere Informationen gibt’s bei den örtlichen Gästeinformationen.

Und wer eine der insgesamt sieben Sennalpen rund um das Hörnerdorf Balderschwang besucht, sollte auch die 2000 Jahre alte, noch immer austreibende Eibe nicht verpassen, die südöstlich vom Ort steht und die Älteste in ganz Deutschland ist.

Lohnenswert ist auch ein Ausflug zur Breitachklamm, die zwischen Tiefenbach und Oberstdorf liegt. Als eine der schönsten Felsenschluchten Mitteleuropas, lockt sie jährlich über 300.000 Besucher an. Je mehr Wasser die Klamm führt, umso imposanter wirkt sie. Im Winter verwandelt sie sich in eine Kristallwelt mit fantastischen Eisskulpturen. Im November, Dezember und zur Schneeschmelze ist die Klamm geschlossen.

Und natürlich sind die Hörnerdörfer idealer Ausgangspunkt für Ausflüge ins Kleinwalsertal, zu den Königsschlössern oder an den Bodensee.

Nützlich für den Urlaub in den Hörnerdörfern ist die Allgäu-Walser-Card. Die elektronische Gästekarte, die jeder Gast automatisch vom Vermieter erhält, gewährt Vergünstigungen bei über 90 Freizeiteinrichtungen der Region. Außerdem nehmen Gäste der Hörnerdörfer kostenlos oder kostengünstiger am Programm der Urlaubsregion teil, nutzen Busse und Bahnen ermäßigt oder parken kostenlos bzw. verbilligt. Einige Orte bieten Ihren Gästen darüber hinaus zusätzliche Leistungen. Auskunft geben die Gästeinformationen.