11.5.2021 – Landkreis Unterallgäu: „Wenn die Zahlen nicht runtergehen, können wir nicht öffnen“

11.5.2021 Landkreis Unterallgäu. Im Unterallgäu kann man sich bald nahezu flächendeckend auf das Coronavirus testen lassen: Aktuell gibt es 31 Testzentren im Landkreis, in Kürze werden es laut Gesundheitsamt mehr als 40 sein.

Damit der Einzelhandel oder die Gastronomie für Kunden und Gäste mit einem negativen Test aus einer dieser Einrichtungen öffnen darf, müssen allerdings zunächst die Fallzahlen sinken. Auch die Grundschulen dürfen erst dann wieder für alle Kinder aufmachen.

Deswegen appelliert Landrat Alex Eder an die Bevölkerung:

„Denken Sie an diejenigen, die besonders unter den Einschränkungen leiden – an die Kinder, die Gastronomen, die Einzelhändler, die Tourismusbranche oder die Kulturschaffenden – und achten Sie darauf, sich keiner Gefahr einer Ansteckung auszusetzen. Denn wenn die Zahlen nicht runtergehen, können wir nicht öffnen.“

Das Gesundheitsamt hatte vor Kurzem auch die Unterallgäuer Gemeinden zur Mithilfe beim Testen aufgerufen. In zehn Kommunen gibt es inzwischen Teststationen beziehungsweise diese werden gerade eingerichtet.

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„Ich freue mich, dass die Gemeinden mit im Boot sind und sich so tatkräftig mit einbringen“, sagt Alex Eder. Darüber hinaus betreiben auch Apotheken, Hilfsorganisationen, Unternehmen oder der Landkreis selbst Teststationen. Damit soll ein ausreichendes Angebot bestehen, sobald die Tests Voraussetzung für den Besuch eines Geschäfts oder Biergartens sind. Ziel ist es aber auch, durch das vermehrte Testen Infektionsketten schneller zu durchbrechen und so letztlich die Corona-Zahlen zu senken. „Machen Sie von dem Angebot Gebrauch“, sagt Eder.

„Testen ist ein wichtiger Baustein, um mögliche Weiterverbreitungen zu verhindern.“

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Während die Infektionszahlen bundesweit sinken, bewegen sich diese im Unterallgäu nach wie vor auf einem hohen Niveau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200. „Der Einzelhandel, die Gastronomie oder die Tourismusbranche brauchen dringend ein Licht am Ende des Tunnels“, sagt Michael Stoiber, Wirtschaftsförderer des Landkreises.

Solange die Zahlen nicht sinken, gebe es hier keine Perspektive. „Viele bangen um ihre Existenz und bitten die Bevölkerung eindringlich darum, durch Beachtung der Regeln aktiv bei der Senkung der Infektionszahlen mitzuhelfen.“

Ein weiterer Baustein im Kampf gegen die Pandemie ist das Impfen. Neben den Impfungen in den Impfzentren und in den Arztpraxen steuert der Impfbus laut Eder nun auch Gemeinden an, die erhöhte Corona-Zahlen haben.

„Ziel ist es, mit den Impfungen weiter in die Fläche zu kommen, um ein möglichst gutes Angebot zu schaffen.“ Darüber hinaus werden nach seinen Worten Kontakte von positiv Getesteten konsequent nachverfolgt. „Unsere Ermittler arbeiten an sieben Tagen die Woche von früh bis spät – auch am Wochenende und an Feiertagen.“ Ohne die Mithilfe der Bevölkerung gehe es allerdings nicht. „Wir sind auf die Mithilfe jedes Einzelnen angewiesen.“

Info: Alle Teststationen und viele weitere Informationen findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/corona




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