3000 Buddhisten meditieren im Allgäu

Größtes jährliches Buddhistentreffen Deutschlands vom 3. bis 15. August in Immenstadt am Alpsee
Teilnehmer aus 40 Ländern

Immenstadt/Hamburg (ots) – Buddhisten aus über 40 Ländern treffen sich vom 3. bis 15. August beim 18. Internationalen Sommerkurs des BDD in Immenstadt am Allgäuer Alpsee. Die Veranstaltung des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg (BDD) e.V., die in einem eigens angelegten Zeltlager stattfindet, umfasst Vorträge und geleitete Meditationen.

Programmablauf

Den Auftakt bildet ein Kurs mit Lama Ole Nydahl vom Abend des 3. bis zum 8. August, bei dem die Teilnehmer unter seiner Anleitung die Meditation des Bewussten Sterbens (tibetisch „Phowa“) erlernen und üben. Diese Praxis des tibetischen Buddhismus ermöglicht es, sich schon zu Lebzeiten auf den späteren Todeszeitpunkt vorzubereiten.

Vom 9. bis 15. August hält Lama Ole Nydahl eine Reihe von Vorträgen, welche die Grundlagen und Sichtweise des Diamantweg-Buddhismus, seine Geschichte und Entwicklung vom alten Tibet bis heute behandeln. Am Abend des 12. August ergänzt ein öffentlicher Vortrag für Besucher aus der Region das Programm.

Dieses Jahr findet der Kurs ausnahmsweise ohne tibetische Lehrer statt. Seine Heiligkeit der 17. Gyalwa Karmapa Thaye Dorje, das Oberhaupt der Karma-Kagyü-Schule des tibetischen Buddhismus, befindet sich in einer mehrmonatigen Meditationszurückziehung. Andere Kagyü-Lehrer konnten aufgrund wichtiger Termine in Asien nicht teilnehmen. Die Karma-Kagyü-Tradition wurde im 11. Jahrhundert in Tibet gegründet und stellt heute die unter deutschen Buddhisten verbreitetste buddhistische Schule dar.

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Zeltlager um das buddhistische Zentrum auf Gut Hochreute

Der heute 69-jährige dänische Lama Ole Nydahl wurde 1972 vom 16. Karmapa beauftragt, den Buddhismus im Westen zu lehren. Seine Schüler und er haben das fast 50 Hektar große Grundstück um das Gut Hochreute, auf dem der Kurs seit 2008 stattfindet, im Mai 2007 für die Buddhismus Stiftung Diamantweg erworben, um ein internationales Meditations- und Begegnungszentrum zu schaffen. Der buddhistische Sommerkurs ist die wichtigste Einzelveranstaltung des Jahres. Die Besucher übernachten in Zelten auf dem Gelände oder in Hotels und Pensionen der Region. Nydahl reist fast pausenlos um die Welt, um Vorträge zu halten und die zahlreichen buddhistischen Zentren zu besuchen, die er in den letzten 35 Jahren im Dienst der Kagyü-Tradition gegründet hat. Er ist Autor von bislang sieben Büchern über den Buddhismus, darunter „Wie die Dinge sind: eine zeitgemäße Einführung in die Lehre Buddhas“ sowie „Der Buddha und die Liebe“. Ein neuer Titel über das Sterben erscheint im Herbst im Knaur Verlag.

Ehrenamtliche Zusammenarbeit lebensfroher Buddhisten

Für einen Teil der aus mehr als 40 Ländern angereisten Teilnehmer bedeutet das Treffen nicht nur Meditation, sondern auch Wissens- und Erfahrungsaustausch, da sie sich ehrenamtlich in einem buddhistischen Zentrum oder Verband engagieren. Sie kommen vor allem aus Zentral- und Osteuropa, aber auch Russland, den USA und Südamerika. Für viele ist es auch eine Gelegenheit, alte Freunde wieder zu treffen.

Schon seit dem Frühjahr bereitet ein internationales Team von mehr als 200 Helfern den Kurs vor. Die Aktivitäten umfassen den Aufbau von mehr als 4000 Quadratmetern Zeltfläche und die gesamte Kursabwicklung – inklusive Verpflegung und Kindergarten. Vom Architekten über den Zimmermann bis hin zur Ärztin bringen alle ihre Fähigkeiten ehrenamtlich ein.

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