Auch Holzgünz will ein Quartierskonzept

11.10.2018 Landkreis Unterallgäu. Alt werden in der vertrauten Umgebung, auch wenn man auf Unterstützung angewiesen ist – mit einem Quartierskonzept wollen Gemeinden im Landkreis Unterallgäu das erleichtern. Kommunen, die ein solches Konzept erarbeiten, erhalten Unterstützung vom Landkreis.

Seit kurzem ist auch die Gemeinde Holzgünz mit im Boot und so trafen sich nun Quartiersmanager und weitere Beteiligte aus zehn Unterallgäuer Gemeinden zum Austausch im Landratsamt Unterallgäu.

An einer Quartiersentwicklung arbeiten seit 2013 Mindelheim, Erkheim und Wolfertschwenden. Danach kamen Ettringen, Lautrach, Ottobeuren, Rammingen, Lachen und Wiedergeltingen dazu, ab 2019 ist auch Holzgünz dabei.

Neben einer finanziellen Starthilfe von bis zu 5000 Euro unterstützt der Landkreis auch, indem Seniorenkonzept-Koordinator Hubert Plepla mit Rat und Tat zur Seite steht und Möglichkeiten zum Austausch mit Vertretern anderer Gemeinden bietet – wie bei diesem Netzwerktreffen. „Das heute alle vom Landkreis geförderten Gemeinden am Tisch sitzen zeigt, dass wir keine Gemeinde im Prozess verloren haben“, freute sich Plepla.

Wie vielfältig und individuell Quartierskonzepte gestaltet werden können, zeigte sich, als die Teilnehmer aktuelle Projekte aus ihren Gemeinden vorstellten. Zwar ist das Vorgehen zur Entwicklung eines Quartierskonzepts Standard: Nach einem Workshop für lokale Akteure in der Seniorenarbeit werden die Bürger befragt und Analysen durchgeführt. So werden Stärken, aber auch künftige Aufgabenfelder ermittelt. In einer Bürgerwerkstatt ist dann die Meinung der Bevölkerung gefragt. Die Beteiligten entwickeln ein Strategiepapier mit konkreten Projekten, Maßnahmen und Empfehlungen.

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Arbeitskreise und ein Steuerungsgremium sorgen dafür, dass die Ideen umgesetzt werden. Den Prozess begleiten in allen Unterallgäuer Gemeinden die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung (AfA) aus München und die Koordinationsstelle für das Seniorenkonzept am Landratsamt Unterallgäu. Doch je nach Gemeinde bilden sich andere Schwerpunkte: Bei den einen steht ein Wohnprojekt im Mittelpunkt, andere Gemeinden rücken beispielsweise die Barrierefreiheit, Begegnungsstätten, Mittagstische, Beratungsangebote oder Nachbarschaftshilfen in den Vordergrund.

„Das Quartierskonzept muss auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinde abgestimmt sein“, fasste Plepla zusammen und betonte: „Und die Arbeit wird immer fortgeführt – man ist nie fertig.“ Deshalb haben neun Gemeinden inzwischen einen Quartiersmanager, der sich um die Fortführung der Quartiersentwicklung kümmert.

Das bayerische Sozialministerium hat hierfür ein Förderprogramm aufgelegt. Nach Erstellung des Konzepts kann der Prozess der Quartiersentwicklung mit bis zu 80.000 Euro auf vier Jahre Unterstützung erhalten.

Anja Preuß von der AfA ermunterte die Teilnehmer des Treffens außerdem, sich am „Innovationspreis für altersgerechte Quartierskonzepte“ zu beteiligen und informierte über die bayerische Aktionswoche „Zuhause daheim“. Schließlich tauschten sich die Teilnehmer über die größten Herausforderungen und auch über Unterstützungsbedarfe bei der Quartiersentwicklung aus.

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