Iller Sand- und Kiesbank

Die Wirtschaft im Unterallgäu brummt

9.11.2017 Landkreis Unterallgäu. „Das Unterallgäu ist gut aufgestellt“: Dieses Fazit zog Sarah Schmidberger, nachdem sie im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags über die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises informiert hatte.

Wie stark der Wirtschaftsraum ist, veranschaulichte die Referentin mit verschiedenen Zahlen wie der konsequent niedrigen Arbeitslosenquote oder den seit Jahren steigenden Steuereinnahmen der Gemeinden. Auch mehrere Studien stellen dem Unterallgäu nach ihren Worten ein hervorragendes Zeugnis aus. Sie bescheinigen dem Kreis eine hohe Lebensqualität, gute Zukunftschancen und ein gesundes, dynamisches Wirtschaftswachstum.

Sarah Schmidberger, die bei der Unterallgäu Aktiv GmbH für Wirtschaftsförderung zuständig ist, ging zunächst auf die Wirtschaftsstruktur ein. Die Unternehmen im Unterallgäu sind vorwiegend familiengeführt und mittelständisch geprägt, dominierend ist das produzierende Gewerbe. Mit 2.350 Betrieben, 10.900 Beschäftigten und einem Umsatz von 1,34 Milliarden Euro im Jahr 2016 hat das Handwerk eine hohe Bedeutung.

WERBUNG:

Das Unterallgäu zeichnet sich aber auch durch umsatzstarke Industrieunternehmen aus. 124 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten gab es 2015. Die 18.475 Beschäftigten erwirtschafteten einen Umsatz von 3,79 Milliarden Euro. Darüber hinaus verfügt das Unterallgäu über ein großes Angebot an Ausbildungsplätzen mit 1.733 Ausbildungsverhältnissen in der Industrie und 800 im Handwerk im vergangenen Jahr.

Dass die Wirtschaft im Unterallgäu brummt, zeigt auch die niedrige Arbeitslosenquote. Wie Schmidberger sagte, lag diese im Jahr 2016 im Schnitt bei 2,2 Prozent und gehörte damit zu den niedrigsten Quoten in Deutschland.

Sehr gering sei auch die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen. Diese betrug 2016 durchschnittlich 1,6 Prozent. Zum Vergleich: In Bayern waren es 2,1 Prozent, bundesweit 5,7 Prozent. Darüber hinaus erreichten die Steuereinnahmen der Gemeinden einen neuen Höchststand. So stiegen diese laut Schmidberger bis zum dritten Quartal 2017 auf 135,8 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum gingen sie damit um 16 Prozent nach oben.

Ein wichtiges Standbein im Landkreis ist auch der Tourismus. 251.882 Gäste kamen der Wirtschaftsförderin zufolge im vergangenen Jahr ins Unterallgäu und hielten sich dort im Mittel gut vier Tage auf. Sie übernachteten vor allem in den drei Kurorten Bad Wörishofen, Bad Grönenbach und Ottobeuren sowie in Mindelheim.