Elisabethentag kann heuer nicht stattfinden

19.10.2020 Lindau (Bodensee). Der Elisabethentag, der Würdigungstag für pflegende Angehörige im Landkreis Lindau, kann dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Dabei ist die Pflege gerade während der Pandemie eine ganz besondere Herausforderung.

Der Landkreis Lindau und die Fachstellen für pflegende Angehörige Lindau und Westallgäu möchten auf die aktuelle Situation dieser Menschen aufmerksam machen und ihnen Dank sagen für ihre großartige Leistung.

„Es ist Stress pur“, sagt Frau M., die ihre 79-jährige Mutter pflegt. Schon seit dem Morgen sitzt sie mit ihren zwei Jungs über den Schulaufgaben – daneben die Pflege für ihre Mutter, die mit im Haushalt lebt. Durch die Corona-Krise ist der Alltag in der Familie schwieriger geworden.

Viele Hilfen sind durch die Pandemie weggebrochen: Ambulante Pflegedienste arbeiten am Limit, Einrichtungen der Tages- und Kurzzeitpflege bieten wegen der Corona-Pandemie nur einen eingeschränkten Betrieb an und beim Wechsel osteuropäischer Betreuungskräfte entstehen Lücken.

Eigentlich wünscht sich Frau M. für ihre Mutter an zwei Tagen pro Woche einen Platz in der Tagespflege. Das klappt leider nicht. Die kleine Auszeit, um mit dem Rest der Familie Kraft zu tanken, scheitert an der langen Warteliste.

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„Das wäre für uns toll. Meine Mutter wäre in guten Händen und wir könnten mit den Jungs was unternehmen, die immer zurückstecken müssen.“

Pflege ist anstrengend – das war schon vor der Corona-Krise so. Ständig im Einsatz, viel Verantwortung und kaum Zeit für die eigenen Bedürfnisse. Viele Familien verzichten in diesen Zeiten freiwillig auf Unterstützung – aus Angst vor einer Infektion oder um die Helfenden nicht zu gefährden.

Eine vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) durchgeführte Befragung von pflegenden Angehörigen zeigt deutlich, dass viele Angehörige in der Pandemie mit belastenden Gefühlen und Konflikten kämpfen. Die Pandemie stellt pflegende Angehörige vor große Herausforderungen.

Rund ein Drittel von ihnen erlebt eine Verschlechterung der Pflegesituation. 24 Prozent sind besorgt, die Pflege in der aktuellen Lage nicht mehr zu schaffen.

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Besonders belastend ist die Situation für Angehörige von Menschen mit Demenz. Und auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gestaltet sich schwieriger.

Leider kann der Elisabethentag dieses Jahr nicht stattfinden, doch der Landkreis Lindau möchte zusammen mit den Fachstellen für pflegende Angehörige Lindau und Westallgäu den pflegenden Angehörigen von Herzen mit den Worten von Clemens Kunze Danke sagen, Danke für ihren außergewöhnlichem Einsatz:

„Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind.
Manche Menschen wissen nicht, wie gut es ist, sie nur zu sehen.
Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.
Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.
Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.
Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.
Sie wüssten es, wenn wir es ihnen sagen.“

Die Fachstellen für pflegende Angehörige sind auch in der herausfordernden Corona-Zeit da und helfen bei Fragen und Nöten:

Fachstelle für pflegende Angehörige Lindau, Cathrine Herter Tel:08382/967433

Fachstelle für pflegende Angehörige Westallgäu, Irmgard Wehle-Woll Tel:08381/920916

Auch die Angehörigengruppen treffen sich wieder regelmäßig.

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