Füssen 2010 mit Übernachtungsplus

7.3.2011 – Im Gegensatz zum Gesamtallgäu, das im vergangenen Jahr ein kleines Minus in der Übernachtungsstatistik hatte, konnte Füssen 2010 einen Zuwachs von 2,11 Prozent auf insgesamt 1.142.386 Übernachtungen verzeichnen. Die Urlauberzahl nahm in Füssen um 4,14 Prozent auf 329.593 Gäste zu. Tourismusdirektor Stefan Fredlmeier führt diese Zuwächse zum einen auf die Bayerische Landesausstellung, zum anderen auf die Passionsspiele in Oberammergau zurück, die auch in Füssen die Hotelbetten gefüllt hätten.

„Wir sind weit davon entfernt, uns angesichts der positiven Zahlen gemütlich zurückzulehnen oder die positive Entwicklung auf unsere erfolgreiche Strategie zurückzuführen. Füssen Tourismus und Marketing richtet seine Strategie nicht an der Statistik aus, sondern strebt unabhängig von den jährlichen Tourismuszahlen eine Qualitätsvergrößerung des Angebotes und einen steigenden Umsatzes pro Gast an, um die durchschnittliche Aufenthaltsdauer zu stabilisieren und den Ertrag der Gastbetriebe zu verbessern,“ so Fredlmeier. Mit diesen Vorgaben ziele FTM vor allem auf den Inlandsmarkt, da deutsche Urlauber eine höhere Aufenthaltsdauer hätten als Gäste aus dem Ausland und leichter als Stammgäste gewonnen werden könnten.
Für 2010 ist bei den Übernachtungen von Gästen aus Deutschland ein leichter Rückgang von rund 1,3 Prozent zu verzeichnen. Beim Bundesländer-Ranking liegt wie schon seit Jahren Bayern vor Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen an der Spitze. An vierter Stelle folgt Hessen, wo Füssen Tourismus und Marketing (FTM) seit 2010 in Kooperation mit der Allgäu GmbH verstärkt das Rhein-Main-Gebiet bewirbt.
Der Anteil der ausländischen Gäste an den Gesamtübernachtungen ist 2010 noch einmal gestiegen. Mit 22,91 Prozent (ohne pauschalierte Zweitwohnungsbesitzer / pauschalierte Camper gerechnet) liegt er mittlerweile höher als die Übernachtungen der Gäste aus Bayern als dem stärksten Inlandsmarkt. Hinter Japan, Italien, der Schweiz, den USA und den Niederlanden belegen dabei die Gäste aus China den sechsten Platz auf zwar noch geringem Niveau, aber mit einer im Vergleich zu 2009 fast verdoppelten Übernachtungszahl. Die Steigerungen bei den Auslandsmärkten Italien (23,23 Prozent mehr Übernachtungen) und USA (22,81 Prozent Übernachtungsplus) sind auf die Bayerische Landesausstellung 2010 und die Oberammergauer Passionsspiele zurückzuführen. Beim Rückgang von knapp 11 Prozent bei den Übernachtungen der japanischen Gäste dürften die durch die Aschewolke im Frühjahr 2010 bedingten Flugausfälle eine Rolle gespielt haben.
Für Fredlmeier ist vor allem der Auslandsmarkt Asien mit seinen oft politisch und weltwirtschaftlich bedingten Schwankungen im Gästeaufkommen ein Bereich für Spezialisten: Für den Erfolg im Asiengeschäft ist entscheidend, dass die Gastgeber nicht nur die Mentalität ihrer Gäste kennen und eventuell sogar einige Standardsätze in der jeweiligen Sprache beherrschen, sondern auch in der Zusammenarbeit mit den großen Reiseveranstaltern dieser Länder Profis sind.

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