„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ 17.1.2016 – Das ist passiert

17.1.2016. Tag 3 im Camp, und die vierte Prüfung: „Katakomben der Verzweiflung“ – David Ortega brüllt, schreit und flucht, Helena Fürst schweigt in der Finsternis!

Die „Katakomben der Verzweiflung“ warten auf David („Base Camp“) und Helena („Snake Rock“). Es ist Helenas drittes und Davids zweites Duell. „Ey, die versenken uns in Särge! Das ist krass“, so Helena fassungslos, als zwei Särge aus einer Wand fahren.

In jedem Sarg befinden sich sechs Sterne, die in völliger Dunkelheit von den Duellanten abgeschraubt oder abgeknotet werden müssen. Und natürlich bleiben sie dabei nicht alleine: Jede Menge kontaktfreudige Dschungelbewohner werden sich in den Särgen einfinden. Sobald einer seine sechs Sterne zusammen hat, ist die Prüfung beendet. Sollte dies nach sechs Minuten nicht der Fall sein, gewinnt der Star, der dann die meisten Sterne hat.

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Helena und David steigen in die Särge und werden festgezurrt. Helena: „Jetzt weiß ich wie es ist, begraben zu werden!“ Dann verschwinden die Särge in der Wand. Das Duell beginnt. Mehlwürmer und Ratten landen in den Särgen. „Scheiße, Alter! Boah, ist das ekelhaft. Was ist das? Sind das Ratten? Bitte macht nichts. Ey, die hat mich gebissen, die sind komisch drauf. Da zwickt mich was“, David kommentiert alles und redet in einer Tour.

Er schreit, schimpft und flucht. Von Helena hört man nichts. Wie erstarrt macht sie sich an die Arbeit und hat nach zwei Minuten, bereits zwei Sterne gefunden. Kakerlaken und Grillen gesellen sich in die Särge.

„Das sind Spinnen! Hilfe!“ Während David weiter brüllt, motzt und hektisch zappelt, hat Helena stillschweigend und mit Seelenruhe zwei weitere Sterne gesammelt. Aber David holt auf und angelt geschickt einen Stern aus Fischabfällen. Nach der Hälfte der Zeit hat David drei Sterne und Helena weiterhin vier. Helena hat – während Ratten über ihren Körper laufen – Probleme, in den Fischabfällen den fünften Stern zu finden. In der Zeit hat David alle Sterne gefunden und das Duell gewonnen.

Auch das Babykrokodil beim Stern konnte ihn nicht aufhalten. „Ich habe da nichts gefunden in der Fischsuppe“, motzt Helena und schüttelt ihre Rasta-Frisur. David hingegen läuft vor Freude zur Hochform auf und erklärt sein Geschrei im Sarg: „Ja, man ist ja auch mit Emotionen dabei, man muss authentisch sein, olé! Ja natürlich: Cojones! Vier Stück sogar!“

Was sonst noch geschah…

Vaterfiguren

Menderes, Thorsten und Jürgen sind gemeinsam am Lagerfeuer im „Snake Rock“ und der DSDS-Kultkandidat fühlt sich gut im Dschungel: „Ich finde es hier gar nicht so schlimm. Ich fühle mich hier sogar wohler als in Deutschland. Jetzt gerade.“ Jürgen erstaunt: „Ja?“. Menderes: „Ja, ich fühle mich hier irgendwie freier.“ Jürgen: „Man merkt es an deiner Art. Du blühst total auf. Du merkst, dass die Menschen die hier sind, dich mögen… Menderes: „Ja und es tut mir gut für meine Seele. Ich brauch auch ein bisschen Balsam für die Seele. Wenn ich in Deutschland irgendwo unterwegs bin, gehe ich gehe ungern weg, weil die Leute dann lachen. Und das meiste ist Auslachen. Und hier, wenn dich jemand anlächelt, dann weißt du das anders zu bewerten… Sie lächeln dich an, weil sie dich doch nett finden. Einfach so.“ Jürgen: „Hier kennt dich keiner und wenn dich einer anlächelt, dann wegen deiner Person und nicht weil du Menderes bist.“ Menderes: „Ja. Ich wollt ja eigentlich erfolgreich werden und nicht bekannt. Es hat sich alles verselbstständigt irgendwann einmal.“ Jürgen: „Logischerweise, das ist der Preis den du dafür zahlst, wenn du das machst.“ Im Interview spricht Jürgen Klartext über Menderes: „Er war vor vielen Jahren, wo er das erste Mal bei DSDS war, eine Witzfigur…Die ersten Jahre wurde er bei seinen Auftritten in Discotheken und Festzelten mit Gläsern und Eiswürfel beworfen. Und trotzdem hatte er den Mut, zur nächsten Veranstaltung zu fahren…“

Menderes: „In Deutschland ist es so, die meisten nehmen mich ja eh nicht für voll… Sie denken, ich bin ein Spinner, der nicht alle Tassen im Schrank hat – und ich bin unfähig, überhaupt etwas im Leben zu erreichen.“ Dann spricht Menderes über seine Familie: „Wenn du nie den festen Halt hast, in der Familie, dann ist es schwierig, wenn du dich auf dich verlassen musst. Mein Vater ist jetzt tot…“

Thorsten: „Gutes Verhältnis gehabt?“ Menderes verneint: „Leider nicht… Als ich ihn im Sarg gesehen habe, da war ich einerseits wütend, aber auch traurig… Einige Dinge blieben halt auf der Strecke. Die Geborgenheit, was man so als Kind braucht. Wo dir der Vater oder die Mutter sagt: Hey, mein Sohn, ich liebe dich. Oder ich vermisse dich. Ich bin stolz auf dich…“ Und weiter: „Wenn du das nicht bekommst, dann wirst du das dein Leben lang vermissen.“

Besonders Thorsten hört gedankenvoll zu und kann es verstehen, denn er weiß aus eigener Erfahrung, wovon Menderes spricht. Thorsten: „Wenn man von der elterlichen Seite etwas nicht bekommt, dann stimmt was nicht und ich denke, das trägt man dann sein ganzes Leben mit sich.“

Und dann bricht es aus dem Ex-Fußballprofi heraus: „Mein Vater hat meine Familie tyrannisiert. Er hat geschlagen. Und das Schlimmste für mich war, es hat sich missbraucht, an mir…“

Menderes ungläubig: „Der Vater?“ Thorsten: „Ja.“ Menderes: „Dein leiblicher Vater?“ Thorsten: „Ja. Ich habe mein Vater gehasst, wie die Pest. Ich kam eines Tages hoch, da hat meine Mama weinend in der Ecke gesessen und irgendwas hat mich gepackt und dann habe ich meinen Vater niedergeschlagen. Mit 15 Jahren. Mein Vater hat ja alles versoffen.“ Rolf: „Ach, Mensch, Kleener.“ Thorsten: „Alles, absolut.“ Rolf: „Komm mal her Kleener…“ Und Rolf packt Thorsten mitfühlend am Arm und Menderes weint und reibt sich die Augen. Rolf: „Weißt du was gut ist? Hört sich vielleicht komisch an…Meditieren. Kann ich dir zeigen.“ Thorsten: „Ja?“ Rolf: „Gerne.“ Und chaka sie geben sich die Faust. Menderes: „Und ich? Ich bin doch auch dabei, oder?“ Thorsten: „Ja, klar.“ Rolf: „Du? Natürlich, mein Kleener.“ Und auch Rolf und Menderes geben sich die Faust. Rolf: „Natürlich, den habe ich ja auch noch. Ich bin ja auch so ein Seelenfänger.“

Sophia genervt

Dritter Tag im Dschungel und im „Base Camp“ ist Sophia von David genervt. Brigitte hat von Ihrer Nacht in der Hängematte Schmerzen und David bekommt das mit. Daraufhin setzt er sich für Brigitte ein, damit Sophia die Hängematte für den Hollywood-Star räumt.

David: „Sophia, Brigitte hat Hüftprobleme. Würdest du in der Matte schlafen und Brigitte im Bett?“
Sophia geht zu Brigitte: „Wir können tauschen, aber warum mischt der sich da ein? Ich verstehe das nicht? Der geht mir auf den Zwirn! Wir können das direkt machen, Schatzi.“ Doch Brigitte hat auch ihren eigenen Kopf. Sophia zu Jenny: „Du, sie möchte nicht tauschen. Sie möchte nicht tauschen, ich bin schon seit gestern Abend dran.“ Brigitte: „Ich sehe wie ich mich fühle und dann sehen wir weiter, so habe ich es gesagt.“ Sophia: „Ich verstehe nicht, warum sich David da einmischt. Wir reden ja darüber.“

Brigitte: „Verschwende da nicht deine Energie.“ Doch Sophia ist von David genervt: „der ist so ein Energiebündel und so dumm oft. Da kommt nur Müll raus bei dem. Soviel Müll. Da frage ich mich, wie hat der überhaupt überlebt in seinem Leben?“ Und weiter: „Dann spricht der auch immer so laut. Der ist anstrengend. Vielleicht wird er durch die Dschungelprüfung geerdet… der ist zu viel Macho. Er ist so ein Typ, den würde ich aussortieren, er raubt mir Energie.“

Sophias Brüste

Gunter liegt im „Base Camp“ auf seiner Pritsche und fragt Brigitte, warum Sophia sich so große Brüste hat machen lassen. Brigitte: „Es ist zu viel. Es muss auch ein bisschen natürlich sein.“ Gunter: „Das ist doch merkwürdig.“ Brigitte: „Vielleicht hatte sie früher nur kleine Brüste?“

Gunter: „Ich finde so große Brüste schrecklich. Das ist furchtbar. Da muss sie ein defekt haben, vom Kopf her. Einen Minderwertigkeitskomplex….“ Dann kommt Sophia dazu und setzt sich zu Gunter auf die Pritsche. Gunter: „Man guckt gar nicht mehr in deine Augen, weil man immer auf diese Brüste schaut. Ja. Da ist so, weil wir Männer so gepolt…Warum hast du das gemacht?“

Sophia: „Weil ich ganz große Minderwertigkeitskomplexe hatte. Ich wurde in der Schule gehänselt.“ Gunter: „Warum?“ Sophia: „Ich war übergewichtig, früher. Dann habe ich abgenommen und hatte immer den Wunsch das zu machen.“ Und weiter: „Ich hatte mit 18 Jahren eine Beziehung, die hat mir nicht gutgetan… Als ich dann den Bert kennengelernt habe, da habe ich seine vielen tollen Freunde gesehen, die auch hübsch aussehen und ich habe sie alle gehasst. Und irgendwann habe ich dann entscheiden, ich möchte die nicht mehr hassen. Ich will so aussehen, wie ich mir das vorstelle.“ Gunter: „Das war sein Wunsch, ja?“ Sophia nickt.
Gunter: „Nur die doofen Männer stehen auf so was.“

Gunters Leben

Am dritten Tag im Dschungel hat sich Gunter im „Base Camp“ akklimatisiert und ist im Dschungel angekommen. Er will ab sofort im Hier und Jetzt leben und die schweren Gedanken ganz nach hinten schieben. Im Interview spricht er offen über sein Leben und würde vieles anders machen, wenn er dazu die Chance hätte. Gunter: „Wenn ich die Wahl hätte, nochmal mein Leben zu leben, dann würde ich so viel anders machen. Mein Leben ist im Grunde eine einzige Katastrophe. Heute Morgen wurde mir das wieder so richtig klar, was ich für ein Terror in meinem Leben habe. Durch Überaktivität, durch Überkreativität und neue Ideen…“

Und weiter: „Aber ich bin natürlich auch geprägt durch mein Elternhaus. Meine Mutter tot, mein Vater brutal, ich mit 14 Jahren auf der Straße – sieh zu, dass du klar kommst. Was sind das alles für Startbedingungen? So gesehen kann ich sagen, es ist ja erstaunlich, was ich alles auf die Beine gestellt habe.“

Dann wird der Country- und Schlagersänger philosophisch. „Eigentlich muss der wirkliche Inhalt meines Lebens das persönliche Glück sein. Dem ich immer nachjage und das ich nie oder nur zeitweise bekommen habe.“ Und wo gab es solche Glücksmomente? „Wenn ich auf der Bühne die Leute begeistern konnte oder als ich in New York Marathon gelaufen bin und durchs Ziel kam. Aber am wichtigsten ist die Liebe einer Frau. Wenn du merkst, dass es ganz tief (ins Herz) rein geht und das ist das Größte.“

Und dann spricht Gunter ein Hoch auf das weibliche Geschlecht aus: „Ich könnte ohne Frauen überhaupt nicht leben. Ich brauche das und ich brauche die Nähe. Eine Fernbeziehung finde ich schrecklich. Das habe ich allerdings immer versucht in meinem Leben. Aber ich habe das nie hingekriegt.“ Und warum nicht? „Weil die Startbedingen so schlecht waren. Ich habe immer eine bürgerliche Familie haben wollen und habe es nicht hingekriegt.“

Und weiter: „Ich war immer schon rebellisch. In meinen Schulzeugnissen hatte ich immer Bemerkungen. Ich war immer schon ein bisschen entgleist. Trotzdem bin ich immer meine Spur gegangen, wie im Song von Johnny Cash – I Walk The Line.“

Und weiter: „Made in Germany hat einen Wert. Und es heißt: Komm aus der Hüfte. Oder noch besser: komm aus dem Quark. Und noch besser: komm aus dem Ar… Und nicht diese Abschlucker-Mentalität. Ich habe niemals Unterstützung gehabt, auch beim Studium nicht. Ich habe mir das selber verdient. Durch Truckfahren, Taxifahren und ich war sogar Ansager in einem Stripper-Laden. Ich war mir für nichts zu schade und das ist bis heute auch so geblieben.“

Und was bereut Gunter? „Sehr viel. Ich bereue, dass ich meine Frauen immer allein gelassen habe und meine Kinder… Ich war nicht beständig und schnell gelangweilt… Heute würde ich das nicht mehr machen, ich war aber immer entwurzelt und vier Mal verheiratet. Ich habe immer nach einer Frau gesucht, die meine Mutter ersetzt.“



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