Landratsamt Unterallgäu lädt Klima-Aktivisten zu Dialog ein

2.12.2019 Landkreis Unterallgäu. Ob energetische Gebäudesanierungen, kommunales Energiemanagement und Nutzung von Ökostrom, eigene Photovoltaik-Anlage, Recycling über Wertstoffhöfe und Gelbe Tonne, Abfallberatung, Elektrodienstfahrzeuge, E-Tankstelle und Dienstfahrräder, Schulprojekte, Lehrerfortbildungen und Wettbewerbe, Baumpflanzaktionen, Ausstellungen und Messen, Vorträge und Energieberatungen, Glaskaraffen und Wasserspender, Recyclingpapier und klimaneutraler Postversand:

Seit vielen Jahren engagieren sich der Landkreis Unterallgäu und das Landratsamt auf vielfältige Weise im Klimaschutz und wurden dafür bereits mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet.

Um über diese Aktivitäten zu informieren und Ideen und Anregungen der örtlichen Klima-Aktivisten aufgreifen zu können, hat Landrat Hans-Joachim Weirather im Anschluss an die Fridays-for-Future-Demonstration durch Mindelheim zum Dialog ins Landratsamt eingeladen. Angeregt hatte dies die Kreistagsfraktion ödp/Bürger für die Umwelt.

„Wir werden als kleiner Landkreis nicht die Welt verändern, aber wir können auch mit vielen kleinen Dingen etwas voranbringen“, sagte Weirather. Der Landrat bat die Demonstranten, genau hinzusehen, in welchem Rahmen der Landkreis Weichen stellen könne und wo dessen Einflussmöglichkeiten endeten.

„Wir wollen immer mit gutem Beispiel vorangehen“, betonte Klimaschutzmanagerin Sandra ten Bulte. Sie stellte die große Bandbreite dessen vor, was Landkreis und Kreisverwaltung seit vielen Jahren im Rahmen der Möglichkeiten vor Ort für den Klimaschutz tun – sowohl im Großen wie im Kleinen. Zudem zeigte sie den Aktivisten auf, wie sie sich selbst aktiv beim Klimaschutz einbringen könnten:

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So präsentierte sie vielfältige Beispiele, wie sich verschiedene Schulen im Landkreis in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit engagierten – dies reiche von Radfahr-Wettbewerben und klimafreundlichen Klassenfahrten und Wandertagen in der Region über Baumpflanzaktionen, eine bewusste Mülltrennung, Reparaturteams, die Nutzung von nachhaltigem Schulbedarf bis hin zu Schülervorträgen zum Klimaschutz.

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Wichtig sei, gute Projekte auch in der Öffentlichkeit darzustellen, damit sie möglichst viele Nachahmer fänden. Die Fachstelle für Klimaschutz biete Schülern dazu immer wieder Möglichkeiten, etwa bei Veranstaltungen oder jüngst in der Videoreihe „Klimaschutz: jeder Beitrag zählt!“.

Ten Bulte rief die Demo-Teilnehmer außerdem dazu auf, die Infos über Unterallgäuer Klima-Projekte weiterzutragen und sich einzubringen. Umfassend informieren könne man sich etwa über www.unterallgaeu.de/klimaschutz, die Fachstelle für Klimaschutz, bei Sitzungen des Umweltausschusses des Unterallgäuer Kreistags (das nächste Mal am 27. Januar 2020) oder auch bei der Fortbildung „So werden Schüler für den Klimaschutz aktiv“ am 17. Februar 2020.

Die Klimaschutzmanagerin bot den Aktivisten an, eine direkte Verbindung aufzubauen, um Informationen über regionale Themen und Aktionen direkt weitergeben und um sich weiter austauschen zu können. Wer auf Gemeindeebene Ideen für den Klimaschutz habe, kann diese beispielsweise bei Bürgersprechstunden einbringen oder in einem der vielen Unterallgäuer Energieteams aktiv werden.

„Jeder hat es selbst in der Hand, packen wir es an“, betonte Weirather und bot an, den Austausch rund um den Klimaschutz im Landkreis Unterallgäu fortzusetzen.

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