Mehr Züge zwischen Buchloe und München

8.5.2019 Landkreis Ostallgäu. Verkehrsminister Hans Reichart reagiert auf Forderungen von Landrätin Maria Rita Zinnecker – unter anderem zur Elektrifizierung Ostallgäuer Bahnlinien.

Der Landkreis Ostallgäu engagiert sich seit vielen Jahren entschlossen dafür, die Bahnverbindungen im, ins und aus dem Ostallgäu nicht nur zu erhalten, sondern das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger stetig und nachhaltig zu verbessern. Landrätin Maria Rita Zinnecker hat sich deshalb beim Verkehrsdialog in Marktoberdorf mit verschiedenen Forderungen an Dr. Hans Reichhart, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, gewandt. Dieser hat nun im Einzelnen auf die Ostallgäuer Themen reagiert und auch teilweise Lösungen angeboten.

Diese Nachricht wird viele Pendler freuen: Die Forderung des Landkreises nach mehr Fahrzeugkapazitäten zwischen Buchloe und München wird, so Reichhart, durch Verstärkerzüge aufgefangen – gerade zu den Pendlerspitzenzeiten morgens und abends. Es hat sich gezeigt, dass die neuen Triebwagen der Bayerischen RegioBahn (BRB) für das Fahrgastaufkommen nicht ausreichen. „Dies ist eine deutliche Verbesserung für die Berufstätigen, die in Richtung München pendeln“, sagt Zinnecker.

Die außerdem von Reichhart angekündigte Elektrifizierung von Reutte i. Tirol bis Pfronten-Steinach ist nach Auffassung der Landrätin ein erster Schritt in die richtige Richtung, allerdings fordert Zinnecker, dass auch die Strecke Füssen – Buchloe und weiter nach Augsburg elektrifiziert werden muss. Die Strecke wurde nach Mitteilung des Staatsministers nun für das neue Elektrifizierungsprogramm „Elektrische Güterbahnen“ beim Bund angemeldet.

Landrätin fordert schnelle Elektrifizierung

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Insgesamt müsse laut Zinnecker in der Region auch weiter über alternative Antriebstechniken nachgedacht und gesprochen werden. Hierfür setzte sich der Landkreis schon seit dem Jahr 2015 ein und hat 2018 erfolgreich auch einen Ministerratsbeschluss zur Bayerischen Elektromobilitätsstrategie (BESS) erreicht, dass künftig ein Regionalzug testweise mit sogenannter LOHC-Technik im Ostallgäu fahren wird. Bei diesem Zug wird Wasserstoff in einem nicht entflammbaren Speichermedium mitgeführt.

Der Freistaat will immerhin 30 Millionen Euro an Forschungsfördermitteln in die Entwicklung stecken. Nachdem dieser Prototyp aber laut Verkehrsminister noch in der Entwicklung sei, könne der Test erst ab Mitte der 2020er Jahre erfolgen. Reichhart weist in seinem Schreiben auf die Meinung von Experten hin, dass andere alternative Antriebe im Allgäu aufgrund der Topographie und Streckenführungen nicht geeignet seien. Hier sei die Neigetechnik der optimale Standard, für diese Züge gibt es derzeit jedoch keine innovativen Antriebe. „Allerdings wäre die schnellstmögliche Umsetzung der für die Allgäuer Strecken passenden alternativen Antriebe wünschenswert. Sollte dies nicht zeitnah geschehen können, spricht dies noch deutlicher für eine schnelle Elektrifizierung der Strecken“, sagt Zinnecker.

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Stündliche Halte

Auch die Forderung der Landrätin, die bei Ausschreibungen entstandenen Einsparungen in die Allgäuer Netze zu investieren, fand in München Gehör. Ab Dezember 2019 werden an den Tagesrandlagen zusätzliche Fahrten von Kaufbeuren nach Füssen sowie von Füssen nach Marktoberdorf eingeführt. Dies führt insgesamt zu mehr Verbindungen zwischen Füssen und Augsburg/München. Ab Dezember 2021 gibt es zudem Taktverdichtungen auf der Strecke Buchloe – Kempten. Dann fahren zusätzliche zwölf Züge von Montag bis Freitag und 18 Züge an Wochenenden: Günzach und Biessenhofen erhalten also stündliche Halte.

Die Wiedereinführung eines Bahnhaltes in Aitrang ist ebenfalls ein dringendes Anliegen des Landkreises. Durch die Taktverdichtungen ab Dezember 2021 ist ein Hauptkriterium „Stündlicher Halt“ für die Reaktivierung des Bahnhaltes Aitrang nun gegeben. Hier verwies der Minister allerdings auf die fehlenden Finanzmittel und nicht gegebene Wirtschaftlichkeit. Für Landrätin Zinnecker stellen diese Faktoren keine unüberwindbaren Hindernisse dar. Hier müsse man dranbleiben und mit einer Potenzialanalyse die Fakten klären, dies auch gerade mit dem Hintergrund, dass die Fahrgastzahlen auf den Strecken im Allgäu um 25 bis 30 Prozent und in Richtung München um 15 Prozent angewachsen sind.

Zinnecker: Themen sind angekommen – „Müssen am Ball bleiben“

Auch die Verbesserung der Sicherheit an den Bahnübergängen im Ostallgäu war Thema des Schreibens von Landrätin Zinnecker. Hier hat mittlerweile mit dem Konzernbevollmächtigten der DB Netz AG, Klaus-Dieter Josel, ein Gespräch stattgefunden. Ergebnis war bekanntlich, dass ein Bahnübergang in Pfronten, der in der Vergangenheit zu mehreren Unfällen geführt hat, durch eine Schrankenanlage gesichert wird.

Insgesamt zeigt sich Landrätin Zinnecker mit den Antworten und Lösungen des Staatsministers fürs Erste zwar zufrieden, da die Themen in München angekommen seien und erste konkrete Ergebnisse und Verbesserungen für den Fahrgast erbracht hätten. „Aber insbesondere was die Elektrifizierung und den Einsatz alternativer Antriebstechnologien betrifft, müssen wir am Ball bleiben und zeitnahe Umsetzungen einfordern“, gibt Zinnecker einen Ausblick in die nahe Zukunft.

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