ÖPNV: Angebot für gesamtes mona-Gebiet in Planung

2.12.2019 Kempten im Allgäu. Als Reaktion auf den Beschluss des Kreistages des Landkreises Oberallgäu in einer Sondersitzung am 8. November, ein Jahresticket für den ÖPNV in Höhe von 100 Euro einzuführen, befassten sich sowohl der Beirat als auch der Stadtrat der Stadt Kempten in ihren jüngsten Sitzungen mit diesem Thema.

Grundsätzlich sieht die Stadt Kempten eine große Übereinstimmung zwischen Landkreis und Stadt in den Zielen für den ÖPNV. Die finanziellen Auswirkungen und Wechselwirkungen eines 100-Euro-Tickets mit bisherigen Tarifangeboten sind aus Sicht der Stadt aber noch viel zu wenig bekannt.

„Als Stadt denken wir größer und wollen ein Fahrpreisangebot, das im gesamten mona-Gebiet gilt, das heißt über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus“, erklärt Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. „Wir arbeiten an einem Angebot, das attraktiv und einfach strukturiert ist und von den Busunternehmen breit unterstützt wird. Dazu sind wir in engem Austausch mit allen beteiligten Aufgabenträgern und Busunternehmen.“

Er weist darauf hin, dass im mona Verbund derzeit 17 Verkehrsbetriebe miteinander kooperieren. Entsprechend hoch sei der Abstimmungsbedarf.

In den Sitzungen wurde darauf hingewiesen, dass der Landkreis mit den wesentlichen Partnern, unter anderem der Bahn, noch keine Verhandlungen geführt habe. Dabei seien die finanziellen Forderungen der Bahn schon bei der Einführung des Semestertickets für die Studierenden der Hochschule Kempten völlig unrealistisch gewesen.

Verbilligung zu kurz gedacht

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Die Stadt Kempten arbeitet beim ÖPNV seit langem an einem Dreiklang: ein attraktives Fahrplanangebot, eine Verbesserung der Qualität sowie preisgünstige Tickets, die über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus gelten.

Gerade die Steigerung in der Qualität des ÖPNV wird über alle politischen Fraktionen hinweg als Grundvoraussetzung gesehen, um möglichst viele Menschen im Allgäu zum Umsteigen auf den ÖPNV zu bewegen.

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Ausdrücklich begrüßt wird von Seiten der Stadt, dass der Landkreis Oberallgäu nachzieht, und ein ÖPNV-Angebotskonzept in Auftrag gegeben hat. Im Hinblick auf die Busverbindungen nach Kempten bietet die Stadt enge Abstimmungen an.

Einfaches Busfahren über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg

Auch die vom Kreistag beschlossene Stärkung der mona zielt aus Sicht der Stadt in die richtige Richtung. Insbesondere ist es erklärtes Ziel, mit der mona, der Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu, im Rahmen eines LEADER-geförderten Projektes die Tarifharmonisierung im Allgäu zu erreichen.

In Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen soll hier ein preisgünstiges Jahresabonnement angestrebt werden und durch diese strukturellen Verbesserungen den Bürgerinnen und Bürgern vermittelt werden: einfaches Busfahren über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg ist möglich.

Einheitlicher Tarif bis Herbst 2020

Das entsprechende Gutachten wird spätestens im März 2020 vorliegen. Ziel ist ein bis Herbst 2020 vorliegender einheitlicher Tarif für das gesamte mona-Gebiet. Auf der Grundlage dieses Gutachtens können konkrete Verhandlungen mit den Verkehrsunternehmern und der Deutschen Bahn geführt werden.

 

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