Stadt Lindau unterstützt Gastronomen und Händler

25.5.2020 Lindau (Bodensee). „Wir müssen jetzt zusammenstehen, dann können wir die Folgen der Corona-Pandemie zumindest in Lindau etwas abmildern“, sagt Oberbürgermeisterin Claudia Alfons. Deshalb will sie bürokratische Hürden für Händler und Gastronomen abbauen.

In gemeinsamen Gesprächen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Gastronomen und Einzelhändlern will sie sich über die aktuelle Situation informieren und schnell Lösungen entwickeln.

„Natürlich sind unsere Möglichkeiten als Stadt begrenzt, aber da wo wir helfen können, wollen wir das tun“, sagt sie. An einer konkreten Lösung arbeiten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung bereits: der erweiterten Nutzung von Außenflächen.

So können bestehende Betriebe ihre im Jahr 2019 genehmigten Flächen auch dieses Jahr nutzen. Das heißt, sie dürfen die Tische und Stühle einfach rausstellen. Die Betriebe sollen dies dem Bauamt nur in einer kurzen Mail mitteilen. Nur für Neuanträge ist wie bisher eine Antragstellung notwendig. Am Ende der Saison werden die Rechnungen nur für die tatsächlich genutzten Monate verschickt.

Mittlerweile gehen bei der Stadtverwaltung immer mehr Anfragen von Betrieben ein, die gern die Flächen für die Außenbestuhlung vergrößern möchten, da sie wegen der Abstandsvorschriften weniger Tische auf den genehmigten Flächen unterbringen.

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Hier stellt Kay Koschka, Leiter der Stadtplanung, eine einfache Lösung in Aussicht: „Die den einzelnen Betrieben genehmigten Außenflächen sind zwar über Jahre hin fein abgestimmt worden, sodass einerseits eine Bewirtung möglich ist und andererseits der Verkehrsfluss weiterhin bestmöglich gewährleistet ist. Zudem sind natürlich Folgeanträge zu erwarten, wenn ein Gastronom jetzt zusätzliche Flächen erhält. Aber wir versuchen, die Gastronomen hier bestmöglich zu unterstützen.“

Grundsätzlich gilt: Die bisher genehmigte Gesamtzahl an Tischen darf auch mit Ausweitung der Flächen nicht überschritten werden. Absprachen mit benachbarten Geschäften sind im Zuge gegenseitigen Verständnisses selbstständig zu treffen. Die Vergrößerung der beanspruchten Fläche muss nachvollziehbar sein.

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Die praktische Anwendung sieht so aus:

Die Gastronomen melden per formloser E-Mail (bauordnung-verwaltung@lindau.de) die Flächen an und fügen, sofern eine Erweiterung geplant ist, eine Skizze oder Plan an. Sie sollen entsprechend der Genehmigung aus 2019 insbesondere die Tischanzahl beachten. Dazu sollen sie den geplanten Zeitraum angeben, wobei Änderungen jederzeit möglich sind. Feuerwehrzufahrt muss beachtet werden. Bestenfalls mit Benachrichtigung mitteilen, mit welchen betroffenen Nachbarn eine Vereinbarung getroffen wurde.

Auch ohne Rückmeldung der Stadt Tische und Stühle schon rausstellen, wenn was nicht passt, kommen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf die jeweiligen Gastronomen zu. Die Feuerwehrzufahrten sind selbstverständlich zu beachten.

Nach und nach werden die Anträge bearbeitet. Ortstermine mit der Feuerwehr stellen sicher, dass die sicherheitsrelevanten Flächen frei bleiben.

Bei den Straßen muss eine Restdurchgangsbreite von 3,50 Meter bis 4 Meter gewährleistet bleiben, und die Rettungsfahrzeuge durchfahren können.

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