Steuereinnahmen der Unterallgäuer Gemeinden steigen

10.11.2017 Landkreis Unterallgäu. Die Beratungen über den Kreishaushalt 2018 haben begonnen. Wie üblich starteten diese jetzt im Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags.

In den kommenden Monaten wird das Zahlenwerk nun in den verschiedenen Ausschüssen besprochen. Voraussichtlich im April wird der Etat dann vom Kreistag beschlossen.

Kreiskämmerer Sebastian Seefried präsentierte in der Sitzung erste, vorläufige Zahlen. So steigt die Umlagekraft des Landkreises nach derzeitigem Stand voraussichtlich um 13,4 Millionen Euro (8,8 Prozent) auf rund 165,5 Millionen Euro. Unter den zehn Landkreisen in Schwaben liege das Unterallgäu damit auf Rang zwei. Grund für die höhere Umlagekraft sind unter anderem die steigenden Steuereinnahmen der Unterallgäuer Gemeinden.

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2017 werden diese laut Seefried voraussichtlich eine neue Rekordhöhe erreichen. Bis zum dritten Quartal dieses Jahres seien die Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,8 Millionen Euro (16 Prozent) auf 135,8 Millionen Euro gestiegen. „Das ist schon mächtig“, sagte der Kämmerer.

Bewahrheiten sich die vorläufigen Zahlen und bleiben die Hebesätze für Kreis- und Bezirksumlage unverändert, würde der Kreis im kommenden Jahr netto 3,2 Millionen Euro mehr über die Kreisumlage einnehmen als heuer, so Seefried. „Das würde allerdings nicht bedeuten, dass wir in Geld schwimmen.“ Denn 2018 müsse der Landkreis einige Mehrausgaben stemmen – zum Beispiel in der Jugendhilfe, wegen Tariferhöhungen und wegen eines Anstiegs der Krankenhausumlage.

„Der Landkreis wird nach erster Schätzung eine um rund 665.000 Euro auf 3,2 Millionen Euro erhöhte Krankenhausumlage an den Freistaat Bayern abführen müssen.“ Damit wird das bayerische Krankenhausförderprogramm mitfinanziert. Zugutekommen werden dem Landkreis wiederum die in Bayern steigenden Schlüsselzuweisungen und Investitionspauschalen. Beide Zahlungen werde der Staat im kommenden Jahr voraussichtlich erhöhen. Für den Landkreis Unterallgäu rechnet der Kämmerer mit einem Anstieg der Schlüsselzuweisungen um 1,2 Millionen Euro (7,1 Prozent) auf 17,9 Millionen Euro sowie einer Erhöhung der Investitionspauschale um 125.000 Euro (9 Prozent) auf 1,5 Millionen Euro.

Nachdem Seefried die ersten Eckdaten des Haushalts genannt hatte, erläuterte Erwin Marschall, Referent für Wirtschaft und Tourismus am Landratsamt, die Haushaltsansätze im Bereich Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung und Tourismus. Der Ausschuss empfahl dem Kreistag, die Ansätze wie vorgestellt zu bilden.