Unterallgäuer Sportlerehrung 2017

29.3.2017 Landkreis Unterallgäu. „Sie sind die Spitze des Sports im Unterallgäu.“ So begrüßte Landrat Hans-Joachim Weirather über 200 Sportler im Forum in Mindelheim.

153 Einzelsportler und 42 Mannschaften zeichnete er für ihre Leistungen im Jahr 2016 aus. Darunter waren 63 Schwäbische, 22 Bayerische und zwölf Deutsche Meister sowie mehrere Teilnehmer an Weltmeisterschaften, zum Beispiel Max Banholzer, Vizeweltmeister im Super-Moto. Auch zwei Goldmedaillengewinner bei den Special Olympics Sommerspielen in Hannover waren unter den Geehrten, die Radsportler Alexander Frick und Alexander Dell vom Velo Club Mindelheim. Zwischen den Ehrungen hingen die Sportler gespannt an den Lippen des Überraschungsgasts: Der dreifache Olympiasieger Michael Greis verriet unter anderem, wie er nach dem Langlauf mit ruhiger Hand das Gewehr betätigt.

Landrat Weirather lobte die Arbeit der Unterallgäuer Sportvereine und bat die Sportler: „Behalten Sie Ihre Begeisterung am Sport und geben Sie diese weiter.“ Er hob auch den Einsatz der Ehrenamtlichen hervor, die im Hintergrund zum Erfolg der Sportler beitragen: Trainer, Familien, Funktionäre, Betreuer, und so weiter. Sechs Ehrenamtliche zeichnete er für besondere Verdienste aus.

Wer das Sportabzeichen ablegt, verdiene großen Respekt, so Weirather weiter. Im Unterallgäu erfreue sich diese Prüfung großer Beliebtheit. Kurt Leuterer vom TSV Bad Wörishofen, der zum 25. Mal das Sportabzeichen abgelegt hat, war der älteste Geehrte, geboren 1930.

Von Radball bis Tanzen, von der Selbstverteidigungstechnik ESDO bis zum Kraftsport, die große Bandbreite des Sports im Unterallgäu hob Uli Theophil, Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbands (BLSV), hervor. Er dankte auch für die finanzielle Unterstützung von Seiten des Landkreises für den Sport, insbesondere den Mitgliedern des Schul-, Kultur- und Sportausschusses.

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Im Interview mit Landrat Weirather und Andreas Schales von Hitradio RT1 Südschwaben sprach Überraschungsgast Michael Greis über den Schlüssel zum Erfolg. Der Biathlet gewann 2006 in Turin drei olympische Goldmedaillen. Im Laufe seiner Karriere holte er drei Mal Gold bei Weltmeisterschaften, drei Mal Silber und sechs Mal Bronze. 2006 wurde er zum Sportler des Jahres gewählt.

Er sei schon immer sportbegeistert gewesen, sagte er. Als Kind spielte er Fußball und fuhr Ski, im Alter von elf Jahren entdeckte er seine Begeisterung für den Biathlon. Ein ruhiger Atemrhythmus und maximale Konzentration helfen ihm nach dem Langlauf zielsicher zu schießen, verriet er.

Vor allem für die vielen anwesenden Schützen eine interessante Information. Einer stach hier besonders hervor, nämlich Erich Huber, der 2016 gleich in mehreren Disziplinen erfolgreich war, zum Beispiel Schwäbischer Meister mit dem Luftgewehr, Bayerischer Meister mit dem Zimmerstutzen, im Armbrustschießen wurde er in den Nationalkader berufen.

Viel Applaus erhielten nicht nur die Sportler, sondern auch die Spot-on-Band, die den musikalischen Rahmen bot. Am Ende der Veranstaltung gab Biathlet Michael Greis viele Autogramme und stand für Fotos bereit.

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