25.2.2015 – Unfälle nach Wintereinbruch im Allgäu

25.2.2016 Allgäu. Der Schneefall der vergangenen Nacht führte vor allem in den Morgenstunden und im Berufsverkehr für ein deutlich überhöhtes Unfallaufkommen. Die Dienststellen des Präsidiums registrierten bis 14 Uhr so viele Unfälle, wie sonst in einem 24-Stunden-Zeitraum durschnittlich.

Am vergangenen Montag (22. Februar 2016) veröffentlichte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West die Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr 2015, die eine Gesamtunfallzahl von nahezu 26.400 Verkehrsunfällen auswies. Dies entspricht einem durchschnittlichen Unfallaufkommen von knapp über 72 Unfällen pro Tag.

Diese Zahl an Verkehrsunfällen wurde heute bereits im Zeitraum von Mitternacht bis 14 Uhr registriert. Grund hierfür war überwiegend eine Unfallursache, die in der genannten Statistik seit Jahren als eine der Hauptunfallursachen ausgewiesen ist: nicht angepasste Geschwindigkeit.

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Viele Kraftfahrer hatten ihre Fahrweise auch heute nicht den herrschenden winterlichen Straßenverhältnissen angepasst, was zu der hohen Anzahl an Verkehrsunfällen führte. Auch wenn die sogenannten „Rutschunfälle“ mit bloßem Blechschaden deutlich überwogen, mussten dennoch 12 verletzte Verkehrsteilnehmer registriert werden.

Leider mussten davon vier Personen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Der entstandene Sachschaden wird auf knapp 480.000 Euro geschätzt, wobei davon bereits 100.000 Euro auf den Unfall eines Sattelzuges auf der A7 im Landkreis Oberallgäu entfallen. Dessen 49-jähriger Fahrer verlor gegen 7 Uhr die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte nach rechts von der Fahrbahn. Dort verlor er seine gesamte Ladung – 24 Tonnen Fliesen – und den Tankinhalt von mehreren hundert Litern Treibstoff. Der gesamte Auflieger wurde zerstört. Noch immer ist ein Erdbauunternehmen mit dem Abbaggern von verschmutzten Erdreich beschäftigt.

Die Verkehrsunfälle verteilten sich auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums. Wobei der deutliche Schwerpunkt eindeutig im östlichen Teil des Landkreises Unterallgäu und dem südlichen Teil des Landkreises Oberallgäu, sowie in Teilen auch dem nördlichen Ostallgäu lag.

Bedeutende Verkehrsunfälle, über die bereits veröffentlichten hinaus:

Landkreis Lindau:
In Syrgenstein bei Heimenkirch/ Hergatzkam gegen 13.15 Uhr ein 46-jähriger Autofahrer von der Fahrbahn ab. Er hatte in einem Kurvenbereich wegen Gegenverkehr gebremst und rutschte in diesen. Während die 29-jährige Fahrerin glücklicherweise unverletzt geblieben ist, wurde ihr neunjähriger Sohn zu Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug der Frau musste abgeschleppt werden. Sachschaden rund 7.000 Euro.

Landkreis Unterallgäu:
Gegen 9.10 Uhr konnte eine 44-jährige Autofahrerin nicht mehr rechtzeitig anhalten, als sie vom Kreuzbühl geradeaus in die Schulerlochstraße fahren wollte. Auf der schneebedeckten Fahrbahn konnte sie nicht mehr rechtzeitig anhalten und stieß in eine querende und bevorrechtigte 63-jährige Autofahrerin auf der Kreisstraße MN19. Beide Frauen erlitten leichte Verletzungen. Ihre Autos mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro.

Landkreis Ostallgäu:
Eine 57-jährige Autofahrerin geriet gegen 8.45 Uhr auf der B16 bei Stötten-Steinbach ins Schleudern, prallte gegen die Schutzplanke und weiter auf die Gegenfahrbahn, wo sie mit dem Kleintransporter eines 39-jährigen Fahrers schleuderte. Beide mussten mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Ihre Fahrzeuge wurden abgeschleppt. Schaden mehrere tausend Euro.

Nur kurz zuvor war eine 43-jährige Autofahrerin auf der OAL18 bei Buchloe auf Höhe des Pendlerparkplatzes ins Schleudern. Sie kam nach links von der Fahrbahn ab und musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Glücklicherweise entstand nur geringer Sachschaden.

In Kaufbeuren stürzte witterungsbedingt gegen 5.45 Uhr eine 18-jährige Radfahrerin in der Sudetenstraße. Sie musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

(PP Schwaben Süd/West, 16.15 Uhr, ce)



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