Sanierung der alten Bahnbrücke bei Illerbeuren soll 2016 beginnen

13.1.2016 Landkreis/Unterallgäu. Die Instandsetzung der alten Bahnbrücke bei Illerbeuren soll dieses Jahr starten – vorausgesetzt, es gibt rechtzeitig eine verbindliche Förderzusage für die Baumaßnahme. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Unterallgäuer Kreis- und Bauausschusses in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig aus.

Laut Landrat Hans-Joachim Weirather wurde eine Förderung in Höhe von rund 50 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt, es liegen jedoch noch keine Förderbescheide vor. Feststeht dagegen inzwischen, in welcher Höhe sich die Gemeinden Kronburg und Lautrach an den Sanierungskosten von rund zwei Millionen Euro beteiligen. Die Gemeinderäte haben vor kurzem beschlossen, jeweils zehn Prozent davon zu übernehmen – höchstens jeweils 200.000 Euro.

Die Kreisverwaltung habe erfolgreich mit den Gemeinden über eine Erhöhung der Kostenbeteiligung auf zehn Prozent verhandelt, sagte Weirather. Dazu war diese im November vergangenen Jahres von den Kreisräten beauftragt worden. Das Ergebnis der Gespräche „ist ein tolles Signal“, freute sich der Landrat. Denn damit zeigten die Gemeinden, dass auch ihnen die Instandsetzung des maroden Bauwerks wichtig sei. Kronburg und Lautrach hatten zunächst eine Kostenübernahme von fünf Prozent zugesagt und sich dabei auf eine frühere Vereinbarung berufen. Diese haben die Gemeinden inzwischen aufgehoben. Für den Unterhalt der Brücke, über die ein Rad- und Gehweg führt, sorgt nun allein der Landkreis Unterallgäu.

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Die Eisenbahnbrücke stammt aus dem Jahr 1903 und steht unter Denkmalschutz. Für die Sanierung wurden laut Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner Fördermittel beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beantragt. Zudem habe man die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gebeten, die Baumaßnahme zu unterstützen.

Die Arbeiten an der Brücke werden nach Pleiners Worten voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen. Zunächst soll eine neue Überplatte erstellt werden, die die Brücke nach oben abdichtet, so dass kein Wasser mehr in das Gewölbe eindringen kann. Gleichzeitig soll das Geländer wieder sicher gemacht werden. Fehlende Brüstungen sollen in Anlehnung an die Originale errichtet werden. In einem zweiten Schritt sollen anschließend der Bogen und die Pfeiler der Brücke saniert werden.

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