Unterallgäu bei Umlagekraft top in Schwaben

13.1.2016 Landkreis Unterallgäu. Dank der guten Konjunktur hat sich die Umlagekraft in den vergangenen Jahren in ganz Schwaben kontinuierlich verbessert. Besonders gut entwickelt hat sich diese laut Landrat Hans-Joachim Weirather aber im Landkreis Unterallgäu.

Die Umlagekraft sei im Jahr 2016 um 15 Prozent auf 143,2 Millionen Euro beziehungsweise 1.032 Euro je Einwohner gestiegen. Damit sei das Unterallgäu im Vergleich der zehn schwäbischen Landkreise von Platz sechs auf Platz drei geklettert, freute sich der Landrat. Zusammen mit Kreiskämmerer Manuel Eberhard stellte Weirather dem Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags die Eckdaten des Haushaltsplans 2016 vor.

Die Umlagekraft errechnet sich unter anderem aus den Steuereinnahmen der Gemeinden, die in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Auf Basis der Umlagekraft wiederum wird die Kreisumlage ermittelt, die die Gemeinden an den Landkreis zahlen müssen. Bei einem gleichbleibenden Hebesatz von 47 Prozent würde diese im Jahr 2016 auf 67,3 Millionen Euro (2015: 58,5 Millionen Euro) steigen. Daneben erhält der Landkreis in diesem Jahr mit 16 Millionen Euro etwas weniger staatliche Schlüsselzuweisungen (2015: 17,2 Millionen Euro). Von diesen Einnahmen muss der Kreis wiederum einen Großteil abführen: die Bezirksumlage an den Bezirk Schwaben erhöht sich 2016 auf 32,8 Millionen Euro (2015: 28,5 Millionen Euro).

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Alles in allem hat der Etat-Entwurf ein Volumen von 166,6 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben enthält, umfasst 144,4 Millionen Euro. Beim Vermögenshaushalt sind es 22,2 Millionen Euro. Aus dem Vermögenshaushalt werden die Investitionen bezahlt.

Zweitgrößter Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind neben der Bezirksumlage die Personalkosten. Diese steigen voraussichtlich auf 18,4 Millionen Euro (2015: 16,1). Laut Weirather wurden wegen der steigenden Flüchtlingszahlen im vergangenen Jahr 27 neue Stellen beschlossen. 12,5 Stellen seien im vergangenen Jahr besetzt worden. Weitere Mitarbeiter würden in dem Maße eingestellt, wie viele weitere Flüchtlinge dem Landkreis zugewiesen werden. Daneben belasten dem Landrat zufolge steigende Kosten für Lehrpersonal an Gymnasium und Realschule in Ottobeuren sowie den beruflichen Schulen in Bad Wörishofen den Kreishaushalt. Es sei leider festzustellen, dass der Anteil des Freistaats Bayern konstant bleibe, während der Kreis immer höhere Kosten tragen müsse. Deshalb wolle er sich weiter für eine Lösung des Problems starkmachen.

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Zu den größten Brocken im Vermögenshaushalt zählen die Ausgaben für Straßen und Schulen. Für den Straßenbau sind in diesem Jahr rund 5,8 Millionen Euro vorgesehen. Diese werden zum Beispiel für den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Bedernau und der dortigen Kreisstraße sowie die Sanierung der alten Bahnbrücke bei Illerbeuren benötigt. Für die Schulen sind im Vermögenshaushalt Ausgaben von rund 3,9 Millionen Euro eingeplant – etwa für die Generalsanierung der Schulzentren in Ottobeuren, Babenhausen und Bad Wörishofen.

Der Entwurf des Haushaltsplans wird derzeit in den verschiedenen Ausschüssen des Unterallgäuer Kreistags beraten. Verabschiedet wird das Zahlenwerk voraussichtlich am 11. April vom Kreistag.

Weitere Themen in Kürze

Kreisräte genehmigen verschiedene Ausgaben: Auch der Haushalt 2015 war Thema in der Sitzung. Die Kreisräte genehmigten jeweils einstimmig verschiedene Ausgaben, die nicht absehbar und damit nicht eingeplant waren. Zum einen handelte es sich um Kosten, die durch die Bürgerentscheide zum Flächenkauf am Allgäu Airport im November vergangenen Jahres entstanden sind. Wie Kreiskämmerer Manuel Eberhard erläuterte, belasten die Bürgerentscheide den Haushalt 2015 mit insgesamt 105.000 Euro. Zum anderen fielen laut Eberhard für die Heimunterbringung und Verpflegung von Berufsschülern in Mindelheim überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 95.000 Euro an. Ferner beschloss das Gremium, eine vorfinanzierte Summe in Höhe von 150.000 Euro für die Generalsanierung von Schulzentrum und Schülerheim in Bad Wörishofen vorzeitig zurückzuzahlen. Alle Ausgaben können durch Mehreinnahmen an anderer Stelle gedeckt werden.

5.000 Euro für Krebsberatungsstelle: Der Landkreis Unterallgäu fördert die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kempten nach dem Willen des Kreisausschusses mit 5.000 Euro. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Beratungsstelle der Bayerischen Krebsgesellschaft künftig Sprechstunden im Unterallgäu anbietet. Dies ist in Räumen der Kreisklinik in Mindelheim geplant. Laut Dr. Markus Tietze, Chefarzt an den Unterallgäuer Kreiskliniken, schließt die Beratungsstelle eine Lücke in der Beratung und Versorgung von Krebspatienten. Bisher wurde die Beratungsstelle von der Deutschen Krebshilfe gefördert. Diese stellt die Unterstützung jedoch ein. Eine Regelfinanzierung der Krebsberatungsstellen wird angestrebt. Bisher gibt es diese aber noch nicht.

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  • Das Crescentiakloster Kaufbeuren, das Kloster der Franziskanerinnen, befindet sich inmitten der Altstadt.
    InhaltCrescentiakloster KaufbeurenDie Klosterkirche:Öffnungszeiten der Klosterkirche:BerggartenÖffnungszeiten:Führungen:KlosterladenAngebot:Öffungszeiten:
    Crescentiakloster Kaufbeuren
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