Unterallgäuer Kreisausschuss bewilligt Zuschüsse bis 2020

21.9.2018 Landkreis Unterallgäu. Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Freiwilligenagentur Schaffenslust, die Asylsozialarbeit der Caritas, die Familienpflege, die Ehe-, Familien- und Lebensberatung und die Umweltstation Unterallgäu in Legau können weiterhin auf die Unterstützung des Landkreises Unterallgäu zählen. Der Kreisausschuss bewilligte in seiner Sitzung entsprechende Zuschüsse einstimmig.

Seit 2015 unterstützt der Landkreis Unterallgäu die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Freiwilligenagentur Schaffenslust. Zusätzlich erhielt dieses Projekt eine LEADER-Förderung, die nun auslaufe, informierte Isabel Mang, Leiterin der Freiwilligenagentur.

Bislang widmete sich eine Mitarbeiterin mit 30 Wochenstunden den Aufgaben, ehrenamtliche Helfer zu betreuen, neue Helfer zu gewinnen, Schulungen zu organisieren und bei der Gründung und Vernetzung der Helferkreise zu unterstützen. Da sich die Anforderungen der Flüchtlingshilfe inzwischen geändert haben und die Nachfrage nach Schulungen gesunken sei, könne die Arbeitszeit für das Unterallgäu auf 15 Wochenstunden reduziert werden, so Mang.

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Damit könne bei einem gleichbleibenden Zuschuss des Landkreises von 20.100 Euro im Jahr die Flüchtlingshilfe auch ohne LEADER-Förderung fortgeführt werden. Der Kreisausschuss bewilligte die jährliche Fördersumme einstimmig bis September 2020.

Landrat Hans-Joachim Weirather würdigte die Arbeit der Freiwilligenagentur und betonte: „Wir haben in Sachen Integration schon viel erreicht.“ In Spitzenzeiten waren laut Weirather im Unterallgäu 500 ehrenamtliche Helfer aktiv, noch immer gibt es 39 Helferkreise.

Die Asylsozialberatung der Caritas ist Ansprechpartner für Flüchtlinge im Unterallgäu in sozialen Fragen. Bislang gewährte der Landkreis Unterallgäu laut Dr. Maria Bachmaier, Leiterin der Abteilung Soziales am Landratsamt Unterallgäu, 8000 Euro Förderung je Vollzeitstelle. Für das Jahr 2018 würde sich so voraussichtlich ein Zuschuss von 30.400 Euro ergeben. Der Kreisausschuss stimmte zu, diese Förderpraxis bis 2020 fortzuführen.

Das Familienpflegewerk Unterallgäu/Memmingen hilft Familien in Notlagen, wenn zum Beispiel die haushaltsführende Person durch Krankheit ausfällt. Seit 2002 erhält der Verein Fördergelder des Landkreises. Der Kreisausschuss beschloss: Auch 2018 erhält das Familienpflegewerk einen Pauschalzuschuss von 18.000 Euro. Die Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer erhalten 4.400 Euro im Jahr.

Einen Zuschuss von 7000 Euro erhält heuer wieder die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien und Lebensfragen der Diözese Augsburg. Die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Diakonischen Werks Memmingen erhält laut Beschluss des Kreisausschusses 2.400 Euro.

Der Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit genehmigte der Kreisausschuss einen Betriebskostenzuschuss von 60.000 Euro für die Umweltstation in Legau. Dr. Markus Koneberg, Standortleiter der Umweltstation, stellte den Kreisräten die Angebote der Umweltstation kurz vor. Beispielsweise berichtete er von der Ferienfreizeit Ökotopia und Angeboten für Schulklassen.

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